So, endlich ist es da. Das Gefühl völlig erledigt zu sein. Es lief die ersten Tage so gut und nach dem morgentlichen Durchhänger war beim Losfahren alles wieder im Lot. Heute ist das leider nicht mehr der Fall. Aber was solls, neugierig auf den oberen Teil des Bergstadls und die Spielbergalm bin ich ja trotzdem. Also nix wie los zur Gondel und hoch zum Schattberg. Dann wieder den steilen Anstieg rüber zum Ostgipfel. Schieben geht heute erstaunlich gut. Inzwischen ist man ja auch schon geübt. Am Ostgipfel angekommen machen wir eine kurze Verschnaufpause und legen dann los Richtung Bergstadl.
Der Einstieg ist etwas schwieriger zu finden. Wir sind uns auch immernoch nicht sicher ob den höchsten Einstieg genommen haben, aber lang genug erscheint es uns trotzdem. Der Bergstadl ist was für Fans der technischen Strecken...fahrbar, aber anspruchsvoll. Da ich leider genau heute eher einen schlechteren Tag erwischt habe läuft es bei mir nicht so flüssig. Dennoch kann ich mir gut vorstellen wie spaßig der Trail sein kann wenn man ihn einigermaßen beherrscht. Moritz hat auf jeden Fall so richtig Spaß und ich kenne auch so einige Andere die das sicherlich auch hätten. Es gibt genug Stellen die sich nicht auf Anhieb fahren lassen und so findet jeder mehr als einen Grund diesen schönen Trail nochmal zu fahren.
In Hinterglemm angekommen geht es wieder mit der Gondel zur Sportalm hoch. Von dort aus geht es in Richtung Roßwaldhütte erst gemütlich hoch, dann steiler zum Hasenauerkamm und schließlich zum Reiterkogel hoch.
Unterwegs werden die Bikes für eine Etappe einen schmalen Wanderweg geschultert. Das kann man sich wenn man möchte aber auch ersparen indem man dem etwas längeren Schotterweg nach oben folgt. Am Reiterkogel angekommen blicken wir auf eine riesige Baustelle und nach dem Gipfel zu unserer Enttäuschung auf einen gesperrten bzw. nicht mehr vorhandenen Wanderweg Richtung Wetterkreuz. Eigentlich wollen wir vom Reiterkogel, über das Wetterkreuz und Bernkogel einem Wanderweg zum Spielberghaus folgen, daraus wird aber nun nichts mehr. Also wird kurzer Hand umgeplant. Wir folgten dem Wanderweg 5 zur Reiteralm, der sich als etwas tükisch erweist. Der Weg hat am Anfang schon ordentlich Gefälle und ist mit engen Kurven gespickt und besteht aus losem Gestein und Rinnen. Während Moritz den größten Teil der Strecke meistert, muss ich mich oft geschlagen geben. Weiter geht der Weg durch waldige Passagen mit groben Wurzeln und über Wiesenhänge in einem schmalen holprigen Wegebett der in einer Kuhweide ausläuft. Die jungen Kälber haben ihren Spaß daran.
Endlich ist eine Alm in Sicht, nachdem mir ja schon ein Essen an der Spielbergalm versprochen wurde, laufe ich nochmal zur Höchstform auf und steuere zielstrebig zur Reiteralm hin. Das habe ich mir ja nach dem ganzen Getrage schließlich verdient. Nach einer Coke, die ich in Sekundenschnelle weg habe, und einem leckeren Schinken-Käse-Toast bleibt uns nichts anderes übrig als wieder rüber zur Sportalm zu fahren und von dort aus auf der Blueline gen Tal zu rollern. Das Spielberghaus muss also leider warten, wird aber noch von der anderen Seite angefahren.
Naja, wer nix probiert, findet die schönsten Wege ja auch nicht. Wieder Zuhause sind dann erstmal neue Bremsbeläge fällig.

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