Freitag, 15. Juli 2011

Saalbach -Tag 1 am Schattberg

Der erste Biketag. Das Wetter ist durchwachsen, aber regnen soll es zum Glück nicht. Die Temperaturen sind für Juli leider untypisch kalt. Auf dem Berg haben wir tagsüber so an die 5°C, also sind heute mal Jacke und lange Hose angesagt. Heute wollen wir erstmal Saalbach erkunden und da geht es doch glatt mal hoch zum Schattberg. Unten sieht man schon die von Saalbach angepriesene Freeridestrecke: die X-line. Dazu komme ich aber später noch.
Der Schattberg selbst ist optisch eher unspektakulär, die Aussicht kann man aber dennoch genießen, soweit es das Wetter zulässt ;).

Am Ostgipfel angekommen pfeifft uns der eiskalte Wind um die Ohren. Einmal einen kurzen Blick auf den Anfang der X-line geworfen, geht es einen kurzen Abschnitt bergab Richtung Forstweg hoch zum Westgipfel. Vor uns schieben schon CCler...hm, unsere Vorahnung bestätigt sich. Der Anstieg ist zwar nicht lang, aber sehr steil. Also runter vom Rad und mit kompletter Montur (inkl. Kamera im Rucksack) hoch. Ziel ist der Hacklbergtrail der am Westgipfel startet. Oben angekommen geht es auch schon los. Der Hacklbergtrail zeigt sich von seiner besten Seite. Ziemlich trocken und sehr flowig. Ein schöner Singletrail, allerdings ohne spektakuläre Abschnitte. Ein guter Trail um reinzukommen und die Urlaubsstimmung zu genießen. In den nächsten Tagen wird sich aber noch zeigen, dass es noch einige Trailschmankerl gibt wogegen der Hacklbergtrail ziemlich abstinkt. Der Hackelbergtrail geht bis zur Hacklbergalm. Folgt man der Forststraße bis zum Bergstadl kann man in den unteren Teil des Bergstadltrails einsteigen (der auch vom Westgipfel aus startet). Dieser Trail ist technischer mit einigen Stufen und größeren Wurzelfeldern. Zum Schluß kommt ein kurzes, steileres Wurzelstück. Ein sehr spaßiger Trail, der noch von oben gefahren werden muss.
In Hinterglemm angekommen warten die typischen Freeridestrecken. Die Blueline für Anfänger, die jetzt eher einschläfernd daherkommt, um einen unten wieder komplett wachzurütteln...achja Bremswellen. Nicht so heftig wie teilweise in PDS, aber irgendwie ist die Strecke unten ziemlich zerfurcht. 
So, die Arme haben sich warmgefahren, also nehmen wir doch gleich mal die Proline unter die Lupe. Es stellt sich heraus, dass diese Strecke für mich eher gewöhnungsbedürftig ist. Waschechte Freerider und technisch versierte Fahrer kommen hier aber auf ihre Kosten. Die Anlieger sind teilweise sehr eng und hoch, zudem auch etwas zerfurcht...wie immer halt. Der Kurs ist mit großen Drops und Sprüngen gespickt, die aber alle umfahren werden können :D. Die Strecke ist heute im unteren Teil etwas feuchter, was es mir zudem erschwert mich mit ihr anzufreunden. Mit etwas Übung kann man hier wohl auch mehr Spaß haben. Ich muss aber sagen, dass ich generell nicht soooooooooviel für solche Strecken übrig habe, vor allem wenn ich hier in der Umgebung soviel Auswahl habe. Und wie sich herausstellen wird gibt es hier noch soviel, dass uns für das wiederholte Befahren einer Strecke kaum Zeit bleibt.
Unten angekommen treten wir zurück nach Saalbach um die X-line zu befahren. Die X-line gefällt mir ziemlich gut. Die Kurven sind für mich alle machbar, sicherlich nicht so super schön, aber es kommt Spaß auf. Die Strecke erinnert mich etwas an die Strecken in PDS die von Avoriaz zu den Gondeln runtergehen. Oben noch trocken, wird die Strecke nach unten hin immer feuchter und schließlich auch ziemlich matschig. Eigentlich bin ich ja total der Northshore-Fan, aber nach einem Bauchklatscher in PDS und einer Radbefreiungsaktion in Winterberg bin ich noch sehr vorsichtig. Mit den matschigen Reifen ist mir ziemlich mulmig. Naja, Versuch macht kluch....die darauffolgende Wurzelparty ist dann aber nicht mehr so lustig. Vor allem wenn man zusehen muss wie die ganzen Locals und Pros rüberdonnern. Da geht also noch so einiges, aber nicht mehr heute. Völlig erschöpft gehts ab nach Hause mit dem ersten dicken Grinsen im Gesicht.

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