Sonntag, 24. Juli 2011

Saalbach -Tag 5

Heute morgen fühle ich mich wieder einigermaßen fit und bin gespannt wie wir uns nun entscheiden. Je nach Wetterlage soll es nochmal zum Wildkogel in Neukirchen gehen oder hoch zum Spielberghaus. Die Sonne knallt schon früh am morgen und noch zeigt sich keine Wolke am Himmel. Obwohl für später Regen und Gewitter vorhergesagt sind, entschließen wir uns zum Wildkogel zu fahren. Die Fahrt dauert so an die Stunde, dann noch schnell umziehen und mit der Gondel hoch. Bis wir beim Traileinstieg sind und hoffentlich noch etwas länger, sollte sich das Wetter doch halten. 
Heute soll es hoch auf den Gipfel des Wildkogels gehen. Den Anstieg hatten wir die Tage schon von weitem beäugt, aber keine Zeit und Kraft mehr gefunden ihn an dem Tag zu bezwingen. Schwer einzuschätzen wie lange wir da hoch brauchen und wieder komplett runter ins Tal. Wie sich zeigen wird, ist es gut dass wir uns heute den ganzen Tag sonst nichts vorgenommen haben. Oben angekommen treten wir ein Stück auf dem Schotterweg und dann gehts zum Anfang des Wanderweges hoch zum Gipfel. Es sind schon einige Wandergruppen unterwegs. Skeptisch gucke ich hoch und hoffe, dass der Wanderweg auf der anderen Seite nicht allzu steil ist und hoffe auch, dass nicht allzu viele Leute unterwegs sind. Am Anfang schiebe ich noch hoch motiviert fix die ersten Meter, dann trage ich das Bike einige Male auf der Schulter über dickere Steine um sicherer zu stehen. Ein paar Meter geht das auch ganz gut, wird mir aber auch irgendwann zu schmerzhaft. So wechsele ich immer zwischen schieben und tragen und wir sind doch gar nicht mal so langsam oben. Die Wanderer sind alle sehr freundlich und lassen uns auch mal vorbei. So langsam scheine ich mit dem Rad ja nicht zu wandern, sehr schön. 


Oben angekommen genießen wir erstmal die Aussicht, essen eine Kleinigkeit und suchen nach dem Weg bergab.



Oben ist schon einiges los, die Touris drängeln sich am Gipfelkreuz. Kurz ist es frei und ich quetsche mich für ein Foto daneben. Schließlich habe ich ja auch mein Rad hier hochgetragen, auch wenn der Rest mit Gondel erreicht wurde. 











Laut Karte und Beschreibung schätze ich den Anfang des Weges für mich etwas zu steil und lose ein. Die ersten Meter fahre ich noch, bekomme dann aber weiche Knie und gebe nach. Moritz ist auf und davon...in engen Kurven mit viel losem Gestein und einigen Brocken schlängelt sich der Weg die ersten Höhenmeter runter. Der Weg geht durch steiniges Gelände und Wiesen, kurzzeitig auch leicht bergauf über den Bergrücken (siehe Foto). Einfach genial. Zudem haben sich hier außer einem netten älteren Paar keine Wanderer hin verirrt. 


In einer etwas schnelleren Passage durch Wiesen mit einigen kleineren Steinen gespickt höre ich auf einmal dieses bekannte Geräusch. Knall, peng, zisch. Na super, ich habe mir gerade einen dicken Durchschlag eingefangen. Grinsend werden wir von dem netten Wandererehepaar mit den Worten: "Sie sind bestimmt trotzdem schneller unten " überholt.


Danach gehts weiter durch schöne Wiesen und es lassen sich gelegentlich auch mal ein paar Wurzeln blicken. Der Trail ist super zu fahren, hier und da mal etwas technischer. In engeren Kurven mit Wurzelteppichen gespickt schlängelt der Trail sich nun durch den Wald. Wir kreuzen einen Schotterweg und müssen uns kurz orientieren. Schnell ist der nächste Einstieg gefunden. Wieder Waldboden, einige Wurzeln, Steine und nun kommen die Spitzkehren. Während ich mich mal um zwei Kurven mogele, versucht Moritz die Kurven mit leichtem Versetzen zu meistern. Einige sind aber so schwierig, dass er sich gleich geschlagen gibt. Wiedermal zeigt sich, dass im richtigen Gelände alles was man Zuhause auf der Wiese kann, nicht funktionert. Nach dem Ausgang zur Schotterstraße ist der Weg für uns hier zu Ende, da wir auf einen weiteren Wanderweg abzweigen wollen um in Bramberg anzukommen. 



Die Zwischenetappe ist zu Beginn ebenmäßig und geht dann leicht bergauf über mehrere Kuhweiden. Moritz und sein Nicolai machen hier kurz und schmerzhaft Bekanntschaft mit einem Elektrozaun, worin sich das Rad auch noch verheddert. Ein amüsanter Anblick...für den Beobachter. Nach diesem Intermezzo kreuzen wir einen schicken Wasserfall und beschließen hier eine kurze Pause einzulegen. 


Der folgende Wanderweg erweißt sich auch als sehr spaßig. Auf der Karte ist schon deutlich zu erkennen, dass dieser Wanderweg mit zahlreichen Spitzkehren bestückt ist. Hier kann ich zwar auch noch nicht wirklich umsetzen, aber ich kann mir wenigsten vorstellen das hier mal irgendwie hinzubekommen...stellenweise. Also Trail merken und wiederkommen! Der Trail hat ordentlich Gefälle und es ist alles dabei was das Bikerherz begehrt. Ab und zu kreuzt er noch den Forstweg. Der Weg schlängelt sich auch von weiter oben den Berg hinab. Das ist dann was fürs nächste Mal. Wir sind jetzt so ca. 800hm fast nur Trail gefahren und sind immernoch begeistert, aber so langsam doch erschöpft. Zumal wir noch auf dem Radweg rüber nach Neukrichen zum Auto müssen. Der Trail fordert viel Konzentration und auch ordentllich Kraft, vor allem in den Bremsfingern. In Neukirchen angekommen essen wir noch lecker Kuchen und trinken einen Latte. Wir beschließen nicht nochmal den Wildkogltrail zu fahren, sondern hier abzubrechen. Es sieht nach Regen aus und wir sind doch ziemlich erschöpft. Wiedermal hat sich die Mühe gelohnt.
Wir kommen sicher wieder!

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