Die Sonne brennt und so geht es früh mit dem Auto nach Scesana. Hier parken wir das Auto und fahren die gesamte Streke auf einer schmalen Asphaltstraße den Berg hoch bis zu Alpe de Neggia. Wieder geht es zuerst vorbei an unzähligen schönen Gärten und Häusern am Hang, der Blick auf den See und die Berge ist heute atemberaubend. Weiter oben wechselt sich der Wald mit kleinen Hütten ab und je höher wir kommen desto mehr schatten spendet der Wald. An den hohen Steinhängen laufen mal größere und mal kleinere Wasserfälle herunter die die Luft zusätzlich schön abkühlen. Ganz selten überholt uns hier mal ein Auto, ab und zu kommt uns ein Rennradler entgegen. Ich fühle mich fit und bin gespannt darauf wie antrengend der Aufstieg werden wird.
An der Alp de Neggia angekommen haben wir über 1000Hm in den Beinen (erinnere mich nicht mehr ganz genau, aber zum Schluss habe ich nach jeder Kurve gehofft dass es gleich vorbei ist) und pausieren erstmal und genießen den Ausblick über den See.
Heute kann man die noch Schnee bedeckten höheren Gebirge in der Ferne erkennen. Wir sehen den Monte Tamaro und einen Teil der Strecke die wir neulich bezwungen haben. Hier oben parken einige Autos, auf dem steilen Wanderweg treffen wir später aber nur einen einsamen Wanderer mit Hund und zwei Wanderpärchen.
Wir starten auf einem Schotterweg der noch gut befahren werden kann und biegen dann in einen unscheinbaren Wanderweg auf einer Wiese ein. Moritz zeigt mir den Gipfel und die Strecke die vor uns liegt...dass es ein relativ steiler Aufstieg ist kann man auf den Fotos leider nicht erkennen.
Die ersten 100 Meter schiebe ich noch durch die Wiese, dann beginnt der steinige Teil. Ab hier kann nur noch geschultert werden. In teilweise engen Kehren und und über steinige hohe Kanten geht es dem Gipfel entgegen. Zwischendurch muss ich mich mit ganzer Kraft aus den Beinen abstoßen um mit dem Rad auf dem Rücken das Gleichgewicht über die hohen Kanten zu halten. Zwischendurch muss ich zweimal absetzten da ich das Gefühl habe den Rücken zu sehr zu verkrampfen, insgesamt geht es aber sehr gut. Wir tragen das Rad ca. 300 Hm zum Gipfel des Monte Gambarogno.
Kurz vorm Gipfel treffen wir auf eine Ziegenherde mit einem einsamen Hütehund...ich denke mir noch "ach wie schön, ein Hütehund mit seiner Herde... der Hirte läuft bestimmt auch noch da irgendwo rum". Wir kommen näher und der Hund geht Richtumg Wanderweg und fängt an zu bellen... hm der scheint alleine zu sein. Naja, solange wir der Herde nicht zu nahe kommen passt das schon. Moritz geht vor und der Hund kommt näher, immernoch kläffend. Leider geht der Weg direkt an der Herde vorbei... langsam mache ich mir Sorgen. Ich sage Moritz er soll ruhig weiter gehen und den Hund ignorieren. Bloß schnell weiter... Moritz kommt noch gut vorbei. Als ich vorbei will wird es dem Hund wohl zu bunt. Er läuft kläffend hinter mir her und ich werde immer schneller. Das Rad wird immer schwerer und ich überlege krampfhaft wie ich aus der Nummer raus komme. Irgendwann muss er doch merken, dass er uns "vertrieben" hat. Kurz bevor ich überlege mich zu ergeben und das Rad von meinen Schultern zu werfen lässt er von uns ab und kehrt zur Herde zurück.
Später lese ich
dass es sich um einen Maremmen-Abruzzen-Schäferhund handelt der dazu erzogen wurde die Herde
alleine zu beschützen als wäre es seine Familie, ohne Hüter. Lieb
sind solche Hunde auch wenn sie so süß aussehen leider nicht. Sie
würden alles tun um ihre Herde zu schützen und dessen sollte man
sich bewusst sein wenn man sie in den Bergen antrifft.
Am Gipfel angekommen genießen wir die Aussicht und machen einge Fotos. In einer Ecke liegen zwei Ziegen gemütlich in der Sonne. Vom Gipfel aus wandern wir ein Stück zum Traileinstieg rüber.
Am Gipfel angekommen genießen wir die Aussicht und machen einge Fotos. In einer Ecke liegen zwei Ziegen gemütlich in der Sonne. Vom Gipfel aus wandern wir ein Stück zum Traileinstieg rüber.
Der Trail ist wie
beschreiben tatsächlich anspruchsvoll, aber nicht durchgängig. Es
gibt viele verschiedene Schlüsselstellen und mal wieder geht der
Trail fast bis runter zum Auto :) und ist somit irre lang. Zuerst
fahren wir über relativ offenes und steiniges Gelände und folgen
dem Trail am Hang entlang in Kehren bis zum Wald. Hier fahren wir
durch RICHTIG tiefen laubigen Waldboden eines großen Buchenwaldes.
Unter dem Laub versteckt sich noch der eine oder andere Findling ;).
Später wird der Wald steiler und der weniger laubig. Hier und da mit
Steinen gespickt und Kurven und einer Art Holztreppe mit engen
Kurven. Dann folgt im Wald wieder ein sehr steiniger Teil mit einigen
Schlüsselstellen. Stolz meistere ich hier und da mal was für mich
"gewagtes".
Ein schöner und abwechslungsreicher Trail, nicht ganz so schön wie der am Monte Tamaro, aber dennoch sehr empfehlenswert. Hier hat man mehr mit feuchtem Laub zu kämpfen und teilweise ein stärkeres Gefälle. Wie immer kreuzen zahlreiche Eidechsen unseren Weg und man könnte vermuten, dass Ihnen nicht viel am eigenen Leben liegt - so wie sie vors Rad laufen!
Ein schöner und abwechslungsreicher Trail, nicht ganz so schön wie der am Monte Tamaro, aber dennoch sehr empfehlenswert. Hier hat man mehr mit feuchtem Laub zu kämpfen und teilweise ein stärkeres Gefälle. Wie immer kreuzen zahlreiche Eidechsen unseren Weg und man könnte vermuten, dass Ihnen nicht viel am eigenen Leben liegt - so wie sie vors Rad laufen!



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